Willkommen in unserer kleinen Ortsgemeinde im Westerwald
Aktuelles:

Alte Scheune und Wohnhaus inmitten der Ortsgemeinde werden neu genutzt. Was genau geplant ist, das haben wir bei den Architekten erfragt.
Die Ortsgemeinde Zehnhausen bei Wallmerod plant, inmitten des Ortes ein leer stehendes Gebäude samt Scheune zu einem Mehrgenerationenprojekt umzugestalten. Wir haben mit dem beauftragten Architekturbüro Schäfer (Westerburg) gesprochen und uns erläutern lassen, was genau geplant ist. Thomas Schäfer und Patrick Müller betonen, dass sie diesem Projekt gerne eine Form geben und sagen: „Wir sehen uns als Partner der Kommunen. Es ist uns wichtig, so ein Vorhaben verwirklichen zu können.“
Doch bevor in diesem Jahr losgelegt werden kann, muss erst noch die Baugenehmigung vorliegen. Sie ist auch Grundlage dafür, Leaderzuschussmittel für den Umbau der Scheune zu generieren.
Insgesamt soll Platz für acht, teils barrierefreie Wohneinheiten sowie für Gemeinschaftsräume geschaffen werden. In der Scheune wird die Teilunterkellerung für einen Sozialraum, ein WC sowie die Mietkeller genutzt werden. Das Erdgeschoss wird ausgebaut, sodass ein Eingangsbereich entsteht, in welchem man sich treffen kann – der Tennentreff, der 23 Quadratmeter groß sein wird. Außerdem soll es dort zwei barrierefreie Wohnungen (52 und 61 Quadratmeter groß) geben.
Über eine Treppe wird man vom Eingangsbereich dann ins erste Obergeschoss gelangen, ein Aufzug ist nicht geplant. Hier sollen ebenfalls zwei Wohnungen geschaffen werden. Die fünfte und die sechste Wohnung sind dann im Dachgeschoss vorgesehen. Da sie Dachschrägen haben werden, seien sie wohl eher etwas für Singles, so die Architekten.
Investiert wird in eine moderne Heizung – eine Luftwärmepumpe – plus Wärmedämmverbundsystem mit Außenputz. Auch das Dach wird natürlich gedämmt werden. „Jede Wohnung wird zudem einen Balkon als Anbau erhalten“, fügt Thomas Schäfer an.
In dem Wohnhaus entsteht weiterer Wohnraum. Im Erdgeschoss gibt es einen ebenerdigen Zugang zu der 45 Quadratmeter großen Wohnung (plus Abstellraum). Über die bereits vorhandene Treppe geht es dann in die weiteren Räume, wobei sich die Schlafräume im Dach befinden. Auch in diesem Gebäude werden Heizung und Fenster energetisch erneuert, Keller und Dach gedämmt werden. Außerdem ist eine PV-Anlage zur Stromgewinnung vorgesehen. Für diese energetische Sanierung des Hauses sollen Zuschussmittel generiert werden.
Auch der Außenbereich wird das gemeinschaftliche Miteinander stärken
Pläne gibt es auch für den Außenbereich, in welchem 12 Stellplätze angelegt werden. Der Bereich wird so gestaltet, dass hier das Gemeindeleben weiter gestärkt wird. Der Zugangshof soll für gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden können als eingestalteter Vorplatz.
Die bislang existierenden Baracken zwischen beiden Gebäuden fallen weg. Eine neue Verwendung ist für die bisherigen Güllegruben angedacht: Sie werden zu zwei Wasserbecken umgestaltet. Dahinter wird sich dann ein Bereich mit einem Gartenhäuschen eröffnen, wo beispielsweise gegrillt werden kann. Auch eine Bocciabahn ist vorgesehen. Alle Wege sollen barrierefrei werden. Und es wird auch einen Gemeinschaftsgarten für alle samt einem kleinen Spielfeld (für Federball oder Badminton) geben.

Quelle: Angela Baumeier Westerwälder Zeitung vom 24.01.2026
https://www.rhein-zeitung.de/lokales/westerwaelder-zeitung/so-ist-das-mehrgenerationenprojekt-geplant_arid-4098558.html
