Mehrgenerationen- Haus

Neues Leben will die Ortsgemeinde Zehnhausen bei Wallmerod einem alten Gebäude samt Scheune einhauchen: Dort sollen künftig mehrere Generationen miteinander leben. Die Pläne dafür sind bereits weit gediehen, Ende 2027 soll alles fertig sein. 

Mithilfe von Fördermitteln will die Ortsgemeinde Zehnhausen bei Wallmerod ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt verwirklichen. Geplant ist, ein altes Gebäude inmitten des Ortes samt Scheune umzubauen und so Platz für acht, teils barrierefreie Wohneinheiten sowie für Gemeinschaftsräume zu schaffen.

Die Ausgangslage war, dass ein altes Bauernhaus mit Scheune leerstand und zu verfallen drohte. Andererseits gab und gibt es im Ort Bedarf an Orten für Gemeinschaft, Begegnung und Veranstaltungen. Zudem wünschen sich die Einwohner, dass das soziale Miteinander im Dorf weiter dauerhaft nachhaltig gestärkt wird, berichtet Ortsbürgermeister Andreas Zeis.

Also erwarb die Ortsgemeinde das leerstehende Haus mit Scheune in der Hauptstraße 1, sammelte Ideen, startete einen Architektenwettbewerb und stellte das Vorhaben beim jährlichen Dorffrühstück vor. Der künftige Mehrgenerationentreff soll ein Ort werden, der Zukunft und Gemeinschaft vereint, so das Ziel. Damit kann die Dorfgemeinschaft gestärkt, die Dorfentwicklung vorangetrieben und ein Ort geschaffen werden, der generationsübergreifende Begegnungen ermöglicht.

„Zehnhausen bei Wallmerod ist eine kleine Westerwälder Gemeinde mit rund 200 Einwohnern. Hier kennt jeder jeden – und genau das macht unser Dorf besonders: der starke Zusammenhalt, das gemeinsame Anpacken und der Wunsch, das Miteinander für alle Generationen zu bewahren. Diese Werte möchten wir auch in Zukunft lebendig halten“, sagt Zeis. Mit dem Erwerb des leerstehenden Bauernhauses mit Scheune (Grundstück Will) habe die Ortsgemeinde eine einmalige Chance ergriffen: „Wir wollen daraus ein Mehrgenerationenhaus machen, als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft.“ Damit könnten Bürger im Dorf gehalten, neuer Wohnraum geschaffen und finanzielle Mittel sinnvoll genutzt werden. Die Investition sei eine langfristige Geldanlage der Gemeinde, die sich also gleich in mehrfacher Hinsicht auszahlen werde.

Gesamtnutzfläche von rund 2000 Quadratmetern

Dabei geht es um eine Gesamtnutzfläche von rund 2000 Quadratmetern. Geplant sind acht Wohneineinheiten (davon drei barrierefrei) sowie Gemeinschaftsbereiche: Tennentreff, Gartenzimmer, Außenanlagen (mit Wasserfläche, Streuobstwiese, Bocciabahn). Der Umbau der Scheune wird von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Westerwald mit 250.000 Euro aus dem EU-Förderprogramm Leader unterstützt.

Insgesamt geht es bei dem Gesamtprojekt um ein Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro. Für den Umbau des Hauses sollen weitere Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Eröffnung soll Ende 2027 sein

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden fünf Architekturbüros angeschrieben, von denen sich drei beteiligten. Den Zuschlag erhielt das Architekturbüro Schäfer (Westerburg). Unter seiner Führung wird nun das Untergeschoss barrierefrei ausgebaut, im Obergeschoss soll es Familien- und Singlewohnungen geben.

Geplant ist, dass im ersten Quartal dieses Jahres das Projekt genehmigungsreif wird, im zweiten Quartal die Ausschreibung und Vergabe folgen. Die Eröffnung könnte dann Ende 2027 sein.

 

Quelle: RZ Angela Baumeier

https://www.rhein-zeitung.de/lokales/westerwaelder-zeitung/bauernhaus-und-scheune-werden-mehrgenerationenprojekt_arid-4095243.html

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